Homepage

Jochen Stelzer
Direkt zum Seiteninhalt
Schlaglichter eines rettungslosen Optimisten
09.08.2022 Leserbrief
Das ist ein Armutszeugnis!
Als 2019 die engagierte Leiterin Marianne Brauckmann kündigte, lagen die sich daraus ergebenden Konsequenzen für jeden nachvollziehbar auf der Hand. Die Stadtverwaltung reagierte nicht darauf, hielt es nicht für nötig, die freigewordene Stelle mit einer ausgebildeten Bibliothekar*in neu zu besetzen. Der Abwärtstrend der städtischen Bibliothek gewann zusätzlich an Fahrt. Ein fehlendes Bibliothekskonzept und mangelndes Personalmanagement für die Bibliothek zwingen nun die Verwaltung zur „Verzweiflungstat“, Kürzungen der Öffnungszeiten. Für Marl, das den Anspruch erhebt, Standort einer Fachhochschule zu werden, ist die Reduzierung der Öffnungszeiten inakzeptabel und ein Armutszeugnis!
Im Grunde genommen stellt dieser harte Schritt ein schmerzhaftes, weiteres Puzzleteil der Verabschiedung von der „kommunalen, kulturellen Daseinsvorsorge“ da. Dabei wäre gerade die Stärkung der kommunalen Bibliothek in Zeiten des tiefgreifenden Umbruchs unerlässlich nötig, auch mit orthodoxen Wegen. Auch mal das Unerprobte wagen, um die städtische Bibliothek zukunftsfest zu machen, wäre eine fachliche Diskussion wert.
So könnte man z. B.: Praktikumsplätze für angehende Bibliothekare*innen anbieten; verstärkt und mit Arbeitsverträgen abgesicherte Hilfskräfte einstellen; kommunenübergreifende Zusammenarbeit der vorhandenen Bibliothekare*innen organisieren, wie es bei der Buchausleihe schon geschieht.
Den Erfordernissen einer Stärkung der Lesekultur, gerade in Zeiten, in denen es wieder vermehrten Analphabetismus gibt, können sich vernachlässigte Bibliotheken nicht stellen. Erst recht stellen sie sich nicht den Erfordernissen, gesellschaftliche, ökologische, ökonomische und technische Zusammenhänge durchschauen zu lehren bzw. rasch auf neue Anforderungen mit fachlicher Qualifikation zu reagieren.
Damit liegt auf der Hand, dass - neben der abgesicherten, verlässlichen Forderung zusätzlich nach einer verstärkten Öffnung nach außen, einer Kooperation z. B. mit Universitäten und mit anderen Partnern im kommunalen Bildungsbereich und der Modernisierung der Medien und Bestände - die finanzielle Grundausstattung konsolidiert werden muss.
Eine städtische, fünf Tage in der Woche geöffnete Bibliothek ist kein Luxus, sondern ein Muss!
Marler Zeitung 27.04.2022 Leserbrief
„Die Würde des Menschen ist unantastbar…“

Diese fundamentale Maxime unseres Grundgesetzes endet nicht am Maschendrahtzaun der Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes NRW (ZUE). Und die Auslegung des Grundgesetzartikels § 1 gehört nicht in den Verantwortungsbereich von European Homecare (EHC) als Betreuungsanbieter. Die entsprechenden Vorgaben des Landes müssen daher unzweifelhaft und präzis sein und dem Grundgesetzartikels § 1 voll umfänglich entsprechen. Da darf es keinen Spielraum für irgendwelche Interpretationen geben, schon gar nicht, wenn die Auslegung durch den Betreuungsanbieter ein sehr seltsames Geschmäckle aufweist.     ...weiter
Marler Zeitung online vom 13.09.2021
Nie aufgegeben: Jochen Stelzer feiert 70. Geburtstag

Er engagiert sich unermüdlich für Marl – trotz schwerster Behinderung. Der Marler SPD-Politiker Jochen Stelzer feiert heute seinen 70. Geburtstag. Anders als seine Ärzte gab er sich nie auf.
Er ist ans Bett gefesselt, doch ein unerschütterlicher Optimist geblieben: Jochen Stelzer feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Erst kürzlich appellierte Jochen Stelzer auf seiner Homepage an alle, sich impfen zu lassen und Solidarität in der Pandemie zu zeigen. Dass er nach einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung ans Bett gefesselt ist und seit 15 Jahren künstlich beatmet wird, ändert nichts an seiner Lebensfreude und seinem Engagement: Er mischt sich vom Bett aus in die Politik ein. Über den Verein Selbstbestimmte Assistenz für Behinderte       ...weiter
Marler Zeitung 19.10.2020
Leserbrief Die Corona-Krise deckt schonungslos Egoismus auf

Es ist schon wirklich erstaunlich, was sich in dieser corona-dominierten Zeit, mit allen notwendigen, aber aufgezwungenen Einschränkungen, mit der „selbst gewählten Quarantäne” und dem Verlust von vielen lieb gewonnenen Aktivitäten, dennoch alles ergibt oder ergeben hat.
Vor wenigen Tagen hörte ich in einem Interview im Fernsehen, ich glaube, es war mit Jens Spahn, einen sehr bezeichnenden Satz zu den aktuellen, coronabedingten Herausforderungen und Verwerfungen. Jens Spahn sagte sinngemäß: "Corona zeigt die Stärken und Schwächen der Menschen. Es ist eine Bewährungsprobe für uns, es gilt, sie zu bestehen."     ...weiter
Das könnte auch interessieren:

50 Jahre Adolf-Grimme-Preis sind der Anlass für den zehnfachen Grimme-Preisträger Dominik Graf und seinen Co-Autor Martin Farkas, über das deutsche Fernsehen nachzudenken. Mit einigen Interviews-Clips bin ich in der Dokumeion aus 2014 zu sehen.

Einführungsreferat bei einem Symposiun zum Thema "NIMM TEIL:HABE MUT". Eine Veranstaltung von Teilzeitstudenten des 4.Jahres Sozialpädagogik der Universität" Saxion" Enschede.
Mein Buchprojekt "Mut zum Ich - Der sprechende Kopf" liegt als Buch vor. "Mut zum Ich" sind biografische Schlaglichter auf mein Leben, das auf so vielfältige Weise von der progressiven Muskeldystrophie geprägt wurde.
Infos zum Buch und Bezugsquelle:
DIN A5, 440 S. Taschenbuch, 16,50 € + Versandtkosten.
Das Buch ist nur noch privat über mich zu beziehen. Benutzen Sie dazu die Email Funktion am Seitenende. (Briefumschlag)

********** Zitat**********
********** lustig **********
********** aus dem Archiv **********
 Frau wird zum Arzt gerufen. Arzt: "Sie   müssen sich mehr um ihren Mann kümmern; er hat zu viel Stress. Am   besten Sie massieren ihn täglich, machen ihm leckeres Essen, erfüllen seine   männlichen Bedürfnisse und sind einfach sehr nett zu ihm."
Mann   später: "Und was hat der Arzt gesagt?".
Sie: "Du musst sterben"
                 >------------------------<
Claudia ruft ihre Freundin Jutta an.
"DU ICH HABE EIN ECHTES PROBLEM,
KOMMST DU VORBEI?"
Jutta: "ALLES KLAR! FLASCHE WEIN ODER
MÜLLSÄCKE UND SCHAUFEL?"

Bis heute Abend im TM
Rettungsloser Optimist in der insel
Jochen Stelzer ist ein beeindruckender Mann. Nicht nur, weil er sich selbst als „rettungslosen Optimisten“ bezeichnet. Das ist kaum zu glauben, denn für andere gibt seine Lebenssituation wirklich keinen Anlass zum Optimismus. Er leidet an „progressiver Muskeldystrophie“, einem fortschreitenden Muskelschwund, der ihn schon mit 16 Jahren um seine Gehfähigkeit und in den Rollstuhl brachte. Nach drei schweren Operationen im Jahr 2006 ist er jetzt bewegungsunfähig dauernd ans Bett gefesselt und wird künstlich beatmet. Trotzdem wirkt er heiter und eben – optimistisch. Den Grund macht er schnell deutlich: „Ich fühle ...weiter
Zurück zum Seiteninhalt