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CDU gegen Gesamtschule

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CDU stellt Gesamtschule in Frage

Die CDU ist nach eigener Aussage tief beeindruckt von einem Artikel in „Der Welt". Dort „weint" sich Ulrich Sprenger, ehemaliger Direktor einer Gesamtschule in NRW darüber aus, daß dreißig Jahre integrierte Gesamtschulen in unserem Land für ihn eine enttäuschte Hoffnung sind. Grundtenor seines Artikels: die erhoffte Chancengleichheit an den Gesamtschulen wurde nicht verwirklicht. Er rät Eltern ab, ihr Kind an einer Gesamtschule anzumelden und macht das am Ausbleiben von gymnasial befähigten Schülern fest. Selbst wenn Kinder zum „...mittleren Feld der Leistungsfähigkeit gehören, würde ich vom Besuch einer Gesamtschule abraten".

Die CDU springt mit ihrer Anfrage für den Schulausschuß auf diesen Zug auf. Sie nimmt Herrn Sprenger als Zeugen. Dabei müßte auch den Schulexperten der CDU bekannt sein, daß er mit diesen Thesen in Fachkreisen nicht mehr ernst genommen wird.

Was soll also die Anfrage der CDU? Daß Gesamtschulen nicht das Lieblingskind der Marler CDU sind, belegt ein Blick in die Vergangenheit. Vielleicht sollten die CDU-Schulpolitiker einmal bei ihrem Landesvorsitzenden Herrn Rüttgers nachlesen, der sich erst jüngst für den Erhalt und die Notwendigkeit der Gesamtschulen aussprach.

Interessantes am Rande: Die CDU-Schulexperten sitzen im Vorstand der Hypobank Essen, denn das Fax mit der Anfrage und dem kopierten Artikel tragen die Faxkennung „ESSENHYP VORSTAND".

 
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