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Kühler Blick auf die "Wut"

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Kühler Blick auf die "Wut"

Sie sehen stundenlang fern, statt den Unterricht zu besuchen. Mit Benedict Schuster, Kerstin Susanne Pesch und Florian Schweikowski würden wohl viele Schüler gern tauschen.

Von Samstagmorgen bis zum späten Mittwochabend schauen sich die Albert-Schweitzer-Gymnasiasten in der Publikumsjury "Marler Gruppe" alle Fernsehspiele und Serien an, die für den Adolf-Grimme-Preis nominiert sind.

Gepackt hat sie zum Beispiel der knallharte Thriller "Wut" (ARD), in dem ein Teenager aus gutem Haus von dem Anführer einer türkischen Gang terrorisiert wird. Die Gewalt eskaliert - und führt am Ende zur Katastrophe. Schon die Nominierungskommission hat über diesen Film heftig gestritten.

Das Dauer-Fernsehen im Medienraum des Gymnasiums ist eine willkommene Abwechslung zum Unterricht, aber nicht minder anstrengend. 23 Sendungen - meist über eineinhalb Stunden - müssen aufmerksam gesichtet, besprochen und diskutiert werden.

Dabei werden die Schüler unterstützt von erfahrenen Juroren wie Jochen Stelzer, dem Sprecher der Publikumsjury, Monika Kaczerowski, Hans-Georg Godehardt und Ina Rüth-Godehardt.

Am Ende einigt sich die 17 Mitglieder starke Gruppe auf einen Beitrag, dem sie den Publikumspreis geben wird. Auf der Marler Theaterbühne werden die jungen Juroren dann ihr Urteil begründen und gemeinsam mit Bürgermeisterin Uta Heinrich die Auszeichnung überreichen.

Welcher Film bei der Publikumsjury gute Chancen hat, wird nicht verraten. Denn auch für sie gilt das Gebot strengster Geheimhaltung.

Die Marler Gruppe gibt es schon seit fast 40 Jahren. 1968 wurde sie als fernsehkritische Arbeitsgemeinschaft der insel-Volkshochschule gegründet.

Seit einigen Jahren legt die Publikumsjury Wert auf den "jungen Blick aufs Programm". Seither wirken Schüler an der Entscheidung über die beste Dokumentation oder das beste Fernsehspiel mit.

Freitag, 09. Februar 2007 | Quelle: Marler Zeitung (Marl)
 
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