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Solidarität mit der Gaußstraße

Archiv > 1997
SPD-Fraktion Marl,den10.7.’97
Jochen Stelzer
stellvertretender Vorsitzender

Betr.: Bitte um Veröffentlichung!


Wir wollen unsere schön gepflegten Gärten behalten, sagen die Mieter an der Gaußstraße. Um langfristig marktfähig bleiben zu können, ist die Nutzung von Grundstücksreserven nötig, sagt die Wohnungsgesellschaft Hüls. In diesem Spannungsfeld sucht die SPD-Fraktion nach einem umsetzbaren Kompromiß. In zwei getrennten Gesprächen in der letzten Woche informierten sich die SPD-Stadträte vor Ort.
Auf große Resonanz stieß das Gespräch mit den Mietern an der Gaußstraße. Sie machten nachdrücklich deutlich, welch hohen Erholungswert ihre vorbildlich gepflegten Gärten haben. Ihre ablehnende Haltung zum Bauvorhaben ist unerschütterlich. Keiner möchte auf sein Grün verzichten. Die Mieter fühlen sich von der Vorgehensweise der Hüls WoGe düpiert und unter Druck gesetzt. Informationen und Gespräche über den geplanten Bau von 36 Reiheneigenheimen bekamen sie zu spät, wurde der SPD-Fraktion mitgeteilt. Den Mietern ist ihre mietvertragliche Lage klar. Sie hoffen daher auf Verständnis und breite Unterstützung durch die Politik. „Wenn der Stadtrat nein sagt, kann an der Gaußstraße nicht gebaut werden" ist ihr Fazit.

Als informativen Einstieg beleuchtete Herr Hornig von der Hüls WoGe das Engagement der Konzernmutter VEBA-Immobilien. Nach dem VEBA-Wohnwertkonzept soll an der Gaußstraße, Merseburger Weg und der Schwabenstraße preiswertes Eigentum für junge Familien geschaffen werden. Die Hüls WoGe sieht in diesem Zusammenhang ihre sozialpolitische Mitverantwortung für Marl. Gerade unter dem Aspekt, das Baugrund im Stadtkernbereich sehr kostbar ist, will die WoGe auch in Zukunft nicht darauf verzichten, attraktive Angebote für die Marler Bürger zu schaffen. Dies gehe aber nur über die Erschließung der dortigen Grundstücksreserven. Mit dem Widerstand an der Gaußstraße sei gerechnet worden, führte Herr Hornig weiter aus. Er widersprach der Anwohnerkritik, zu spät mit ihnen gesprochen zu haben. Er deutete an, daß als Kompensation für aufzugebende Gärten in erreichbarer Nähe ein möglicher Ersatz angeboten werden könnte.

Für die SPD-Fraktion steht nach den beiden Informationsgesprächen fest, daß die Bedürfnisse der langjährigen Mieter an der Gaußstraße berücksichtigt werden müssen. Die liebevoll gepflegten Gärten und das üppige Grün zwischen den Häusern haben einen hohen Erholungswert, der bei der Planung nicht außer acht gelassen werden darf. - Die SPD-Fraktion sieht den betriebswirtschaftlichen Aspekt der geplanten Baumaßnahmen für die Hüls WoGe und ihr großes Engagement als einer der größten Wohnungsanbieter in Marl. „Wir begrüßen das VEBA-Wohnwert-konzept, finanzierbares Eigentum für breite Bevölkerungsgruppen zu schaffen", so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jochen Stelzer. Im Konflikt zwischen der Hüls WoGe und den Mietern der Gaußstraße appelliert die SPD an die Kompromißfähigkeit beider Seiten. „Die SPD-Fraktion wird jeden Kompromiß unterstützen, den beide Parteien aushandeln. Einigen müssen sie sich aber".

Für die SPD-Fraktion

Jochen Stelzer 
 
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